Deutscher Gewerkschaftsbund

21.10.2013

Diskussionsveranstaltung der DGB Jugend Lüneburg über „Intersektionalität als Kapitalismuskritik“

Diskriminierungen sind alltäglich – Doch wie hängen sie zusammen?

Diskussionsveranstaltung der DGB Jugend Lüneburg über „Intersektionalität als Kapitalismuskritik“

 

Was die Auseinandersetzungen mit Diskriminierungen anbelangt, gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in der Europäischen Union. 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft. Nach Artikel 1 des Gesetzes wird das Ziel formuliert, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Doch können all diese Diskriminierungsformen getrennt voneinander betrachtet werden? Gibt es nicht Faktoren, die sich gegenseitig verstärken und damit eine noch größere Einschränkung von Menschen bedeutet? Kann bei der Betrachtung von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht eine weiße Frau mit christlichem Hintergrund mit einer Frau ohne Arbeitserlaubnis gleichgesetzt werden?

All das sind Fragen, mit denen sich die DGB Jugend Lüneburg am 06. November 2013 beschäftigen will. Im Rahmen der DGB Vortragsreihe „Goodbye capitalism…“ werden Kathrin Schrader und Jette Hausotter von der Technischen Universität Hamburg Harburg, Fachbereich Arbeit – Gender - Technik, in das Konzept der Intersektionalität einführen. Dieses beschreibt eine Möglichkeit, die Verwobenheit verschiedener Diskriminierungsformen, wie zum Beispiel „Rasse“ oder Geschlecht, zu untersuchen. Besonders in den Mittelpunkt rückt hierbei die Betrachtung von Handlungsmöglichkeiten, die sich diskriminierte Personen aneignen.

Wie ein solcher Ansatz für gewerkschaftliche Jugendarbeit fruchtbar gemacht werden kann, will die DGB Jugend Lüneburg mit den Referentinnen diskutieren.


Nach oben

DGB Rentenkampagne

Reichtumsuhr

von DGB
Nach oben

Videos


MS Europa - Wir sitzen alle in einem Boot

Durch das Spardiktat der EU stieg die Arbeitslosigkeit in bisher ungekannte Höhen. Löhne, Renten und Sozialleistungen wurden gekürzt. Gleichzeitig stiegen die Lebenshaltungskosten. Rezession, wachsende Armut und noch höhere Schulden sind die Folge.Ein Film über die Krise in Europa und ihre Folgen für die Menschen.

DGB Bund