Deutscher Gewerkschaftsbund

04.09.2017

Gewerkschaften mahnen zum Antikriegstag

Zum Antikriegstag legten Gewerkschafter einen Kranz auf dem Friedhof der sowjetischen Kriegsgefangenen nieder

Gewerkschaften mahnen zum Antikriegstag

Den 1.September, den Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen, begehen die Gewerkschaften seit 1950 als Antikriegstag. Vertreter von DGB, ver.di, Initiative Biosphärengebiet und Linke besuchten jetzt den Friedhof der sowjetischen Kriegsgefangenen in Oerbke/ Bad Fallingbostel.

Bei seiner Führung berichtete Egon Hilbich wie diese Kriegsgefangenen ohne ein Dach überm Kopf und kaum zu essen, hinter Stacheldraht in wenigen Monaten an Hunger und Seuchen starben. Dass von Überlebenden nach der Befreiung selbst errichtete Denkmal an diese Massenverbrechen, wurde in den Jahren des kalten Krieges zerstört. Später haben Schule, Gewerkschaften und Kirche in Oerbke eine regelmäßige informative Gedenkkultur entwickelt.

Zum thematisieren aktueller Fragen am Antikriegstag hatten die Gewerkschafter Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover eingeladen. Sie führte aus, dass der NATO-Truppenaufmarsch an der russischen Grenze den Frieden in Europa gefährdet. Zur Erhöhung des Militäretats erklärte sie: "Das können wir uns nicht leisten. Das Geld wird für Bildung, Gesundheitswesen und Soziales dringend gebraucht".

An der folgenden Kundgebung vor der Rheinmetall-Rüstungsfabrik in Unterlüss nahm eine 10-köpfige Delegation aus dem Heidekreis teil.     

- H.Bothe -

 

 

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