Deutscher Gewerkschaftsbund

13.11.2015

Union-Busting – Betriebs- und Personalräte in der Zange

DGB informiert über Praktiken des Rechtsmissbrauchs gegen Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften

Die DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen lud am Donnerstag den 12. November 2015 unter dem Motto „Union Busting - Rechtsnihilismus und Rechtsmissbrauch“ zu einem Vortrag in das Bildungswerk ver.di Lüneburg ein. Als Referent beleuchtete Elmar Wigand vom Verein aktion ./. arbeitsunrecht e.V. das Thema der Betriebsrats-, Personalrats- und Gewerkschaftsgängelung.

Zur Methodik der Betriebsratsbekämpfung gehören nach seinen Beobachtungen Wellen von unsubstantiierten Abmahnungen und Kündigungen, Bespitzelung, Spaltung und Mobbing in der Belegschaft. Oft würden diese Angriffe auf Einzelne oder ganze BR-Listen mit Hilfe professioneller Dienstleister in Gang gesetzt und Hinter den Kulissen angeleitet. Federführend seien zumeist spezialisierte Anwaltskanzleien, die entweder exklusiv in Sachen Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen (sprich Gewerkschaftsbekämpfung) unterwegs seien, oder dieses Feld als Teilbereich großer Full-Service-Kanzleien bewirtschaften. Ziel der Union-Busting-Methodik sei es, engagierte Beschäftigte zu zermürben und zur Aufgabe zu zwingen. Dahinter stehe laut Wiegand der Wunsch, eine selbstbewusste kollektive Interessenvertretung und Organisierung möglichst im Keim zu ersticken oder so zu zermürben, dass die Beteiligten handlungsunfähig werden.

Elmar Wigand beleuchtete die Methodik, besondere Akteure auf Unternehmerseite und deren Netzwerke. Er widmete sich speziell den Fragen, warum gerade die systematische Bekämpfung von Betriebsräten wichtig für die speziell deutsche Form des Union Busting ist; wie die Gewerkschaften auf dieses Phänomen reagieren und was praktische Ansätze zur Verbesserung der gewerkschaftlichen Arbeit vor Ort sein könnten.

 


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