Deutscher Gewerkschaftsbund

28.03.2018
Betriebsratswahl 2018

Michael Vassiliades im Gespräch

Volker Kornadt im Gespräch mit dem IG BCE Vorsitzenden Michael Vassiliades

Interview mit dem Vorsitzenden des Bundesvorstandes der IG BCE Michael Vassiliades

Von März bis Mai wird gewählt: Millionen von Beschäftigten in der Privatwirtschaft bestimmen in rund 30 000 Betrieben bundesweit bei den turnusmäßigen Betriebsratswahlen darüber, wer ihre Interessen im Arbeitsalltag vertritt. Mit Aktivitäten vor Ort begleitet der DGB den Wahlkampf der Gewerkschaften im Betrieb. Unter dem Motto "Betriebsräte kämpfen für gute Arbeit - Damit du nicht zu kurz kommst" beteiligen sich an den kommenden zwei Wochenenden auch die DGB Kreisverbände aus Uelzen und Lüneburg-Harburg Land in den Innenstädten von Buchholz, Uelzen und Lüneburg an der Kampagne. Zum einen wollen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften damit für eine hohe Wahlbeteiligung mobilisieren. Zum anderen werben sie hiermit für die KandidatInnen aus den DGB-Gewerkschaften.

„Wir wollen den Augenmerk auf die Kandidatinnen und Kandidaten lenken, die als Interessenvertretungen das Ganze im Blick haben: konkrete Verbesserungen und faire Regelungen für jeden einzelnen Beschäftigten bei Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit, aber auch Beschäftigungssicherung und zukunftsfeste, solidarische betriebliche Konzepte für die gesamte Belegschaft,“ so DGB Regionsgeschäftsführer und Kreisverbandsvorsitzender Matthias Richter-Steinke.

Gleichzeitig will der DGB das Thema Mitbestimmung stärker in die öffentliche Debatte bringen. Während die Rolle der Betriebsräte als zuverlässige Partner in Zeiten der Wirtschaftskrise ihr Ansehen in Politik, Wirtschaft und Medien weiter erhöhte, sinkt die Zahl der Betriebe mit Betriebsrat stetig. So verfügt heutzutage gerade einmal jeder 17. Kleinbetrieb über einen Betriebsrat. Immer häufiger versuchen Unternehmen, Betriebsratswahlen zu behindern. Auch reichen die Beteiligungsrechte der Betriebsräte nicht mehr, um veränderten Arbeitsbedingungen (wie beim Thema Leiharbeit und Werksverträge), neuen Technologien oder dem Anstieg prekärer Jobs gerecht zu werden. Aus Sicht der Gewerkschaften ist daher auch eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes überfällig.

 


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