Deutscher Gewerkschaftsbund

01.06.2017
Vortrag von Willi Bartels

G20-Gipfel

Gegner mobilisieren im Heidekreis

Der G20-Gipfel in Hamburg, das Treffen der Regierungschefs der wirtschaftlich stärksten Staaten, war Thema des Vortrags von Willi Bartels vom Hamburger Friedensbündnis. Der ehemalige Bomlitzer klärte auf: "Die Staatenlenker reden beim Gipfeltreffen über 'Bekämpfung von Fluchtursachen', aber keines der großen Herkunftsländer sitzt am Tisch. Sie reden über 'Partnerschaft mit Afrika', aber es fehlt fast der ganze Kontinent. Sie reden über den 'Klimawandel', vertreten aber die Interessen der Öl-, Kohle- und Autoindustrie. Sie reden über 'Frieden', sind aber selbst die größten kriegführenden und rüstungsproduzierenden Staaten."

Die Einladenden zum Infoabend, Fritz Patzelt vom Bündnis gegen Freihandelsabkommen und Charly Braun, ver.di und DGB, stellten Zahlen vor, dass nur acht Personen auf dieser Erde soviel Vermögen besitzen wie die Hälfte der Menschheit oder 3.5 Milliarden Personen. Teilnehmerin Agnes Hasenjäger ergänzte: "Das ist nicht nur ungerecht, sondern schafft darüber hinaus Massenarmut, Klimakatastrophen und Flucht."

Erfolgreich warb Ralf Bohlen vom ver.di-Bildungszentrum für die Teilnahme an der Internationalen Großdemonstration am 8.Juli 2017 in Hamburg, "um damit die Notwendigkeit des Umsteuerns der globalen Politik einzufordern", so der gewerkschaftliche Sozialpolitikexperte. Wer mehr über die Diskussionsforen und Demonstration wissen will, ruft an bei Fritz Patzelt Tel. 0157 3784 7940.

Anfang Juli treffen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg zum G20-Gipfel zusammen.

In Zeiten von zunehmendem Nationalismus ist internationale Kooperation dringend nötig, um Hungersnöte, Ungleichheit, Klimawandel, Kriege und Vertreibungen zu bekämpfen. Doch die bisherige Politik der G20 ignoriert diese globalen Probleme und liefert keine Lösungen. Eine ganz andere Politik muss her! Eine Politik für mehr Gerechtigkeit, mehr Nachhaltigkeit, mehr Transparenz und mehr Zusammenarbeit gegen soziale, ökologische und wirtschaftliche Verwerfungen.

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