Deutscher Gewerkschaftsbund

1. Mai 2021 in Uelzen

Solidarität ist Zukunft!

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Corona-Krise wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf alt bekannte Probleme. Mittlerweile sollte es alle verstanden haben: Wir brauchen eine stabile öffentliche Infrastruktur, wir brauchen eine gute Personalausstattung im öffentlichen Dienst. Zwischen 1991 und 2019 ist das Personal des öffentlichen Dienstes um rund 30 Prozent von 6,74 auf 4,88 Millionen Beschäftigte gesunken.

Corona macht deutlich: Wir brauchen ein gutes Gesundheitssystem mit flächendeckender Gesundheitsversorgung, gut ausgestatteten Gesundheitsämtern sowie mehr Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich nicht nur in der Krise, sondern langfristig.

Für uns ist klar: Wir wollen Gute Arbeit und starke öffentliche Dienstleistungen! Bildung, Gesundheit, Verwaltungsleistungen und Kultur sind keine Waren.

Auch im Bildungsbereich herrscht eine eklatante Unterfinanzierung. Die fehlende Gebäudesanierung, der anhaltende Personalmangel und die schlechte Ausstattung mit digitaler Technik werden schon seit Jahren von den Gewerkschaften kritisiert. Laut KfW Förderbank beläuft sich der Investitionsstau bei Schulen auf knapp 45 Milliarden Euro. Wir sagen: Der Staat hat die Pflicht, allen Kindern überall gleiche Bildungschancen zu ermöglichen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern!

Der Staat muss seine Handlungsfähigkeit zurückgewinnen, vor allem um die kommenden Herausforderungen der sozialökologischen Wende zu meistern. Grundsätzlich müssen Kommunen finanziell gut ausgestattet werden. Nur so erreichen wir lebenswerte Kommunen und schaffen gleichwertige Lebensverhältnisse überall. Investitionen in Infrastruktur können und sollten gerade in Zeiten von Niedrigzinsen über Kredite finanziert werden. Laufende Kosten und zusätzliches, gut bezahltes Personal im öffentlichen Dienst können über zusätzliche Steuereinnahmen bezahlt werden. Der DGB hat hierzu klare Anforderungen an ein gerechteres Steuersystem formuliert.

In diesem Jahr wollen wir am 1. Mai wieder Kundgebungen an verschiedenen Orten unserer Region durchführen, auch wenn die Corona-Pandemie immer noch das öffentliche Leben bestimmt. Uns ist es wichtig ein Signal zu setzen. Zum einen wollen wir die vielen, vielen Missstände sowie unsere Forderungen für eine gerechte Sozialpolitik verdeutlichen. Zum anderen müssen wir unsere Kolleg*innen und alle die an der Kundgebung teilnehmen möchten auch schützen.

In Anbetracht der aktuellen Pandemielage haben wir uns in diesem Jahr dafür entschieden, dass wir auf das übliche und liebgewonnene Gewerkschaftsfest für die ganze Familie verzichten und die Kundgebung mit allen erforderlichen Hygieneschutzmaßnahmen (Abstand halten – Maskenpflicht etc.) durchführen. Das heißt, wir werden keine Infostände haben, die unter Umständen zu Verteilaktionen und Ansammlungen von mehreren Menschen führen könnten. Einen Imbisswagen und auch einen Getränkeverkauf wird es nicht geben. Auch für die Kleinen werden wir in diesem Jahr kein Spielangebot bieten können.

Zu unserer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbunds am 1. Mai 2021 in Uelzen unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ laden wir Sie herzlich ein.

 

 10.30 Uhr             Beginn der Kundgebung auf dem Herzogenplatz


Die vom DGB-Kreisverband Uelzen organisierte Veranstaltung beginnt mit der Begrüßung durch den DGB-Kreisverbandsvorsitzenden Jürgen Roglin. Im Anschluss daran wird Maximilian Schmidt, Geschäftsführer Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. e.V., die Mairede halten.

Auch in diesem Jahr wird es vom Bürgermeister der Hansestadt Uelzen, Herrn Jürgen Markwardt, Grußworte geben. Für Musik sorgt die Band Streetlive. Um 14:00 Uhr wird die Veranstaltung beendet.

Neben dieser Veranstaltung vor Ort wird der Deutsche Gewerkschaftsbund zudem wie im vergangenen Jahr wieder ab 14 Uhr auf www.dgb.de einen Livestream zum 1. Mai senden.

 

1. Mai 2021

DGB


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