Deutscher Gewerkschaftsbund

Lüneburg: Kundgebung zum Antikriegstag

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Antikriegstag 2023

Frieden ist die Lehre aus der Geschichte

Im September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und begann damit einen Krieg, der über 65 Millionen Menschen das Leben kostete. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird dieses Datum in der Bundesrepublik daher als Antikriegstag begangen, um für Frieden und Menschenrechte zu wirken. Wir wollen uns diesem bundesweiten Wirken anschließen und die Lehren aus der Geschichte ziehen – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Aufgrund seiner Geschichte trägt Deutschland eine besondere Verantwortung. Statt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine für bereits längst geplante Aufrüstungspläne der Bundeswehr zu instrumentalisieren, könnte Deutschland sich federführend an den internationalen Bemühungen beteiligen, in der Ukraine einen Waffenstillstand auszuhandeln, um das Morden zu beenden. Ziel muss eine europäische Friedensordnung sein, welche die allseitigen Sicherheitsinteressen berücksichtigt. Statt einer der größten Waffenexporteure der Welt zu sein, könnte es diesen Aufwand in tatkräftige Entwicklungshilfe investieren. Statt sich vor flüchtenden Menschen abzuschotten und diese dem Tod im Mittelmeer auszusetzen, könnte Deutschland das Recht auf Asyl wiederherstellen und mit seinen Möglichkeiten gegen Fluchtursachen angehen. Statt in das Kriegstrommeln der NATO gegen China einzustimmen, könnte es Lehren aus seinen Erfahrungen ziehen und zuallererst in der Welt für Entspannungspolitik, allseitige Abrüstung und für einen Ausbau der internationalen Kooperation zur Lösung weltweiter Krisen wie Hunger und Klimawandel eintreten.

Eine solche Politik entspricht nicht der von der Bundesregierung ausgerufenen „Zeitenwende“. Hier ist unser aller Engagement gefragt! Wir schließen uns den Worten des DGB-Aufrufs an: „Was uns eint, ist die Überzeugung, dass dauerhafter Frieden und eine stabile internationale Friedensordnung nur möglich sind, wenn sich die Stärke des Rechts durchsetzt – und nicht das Recht des Stärkeren. Mit Waffen lässt sich kein Frieden schaffen! Das sehen  wir überall da, wo Kriege und Bürgerkriege toben – ob in Syrien, im Iran, im Jemen, im Sudan oder in Äthiopien. Militärische Konflikte und der Einsatz bewaffneter Gewalt bringen Tod, großes Leid und führen zu Flucht und Vertreibung. Unsere Solidarität gilt den Menschen auf der Flucht, egal auf welchem Kontinent. Wir verurteilen alle Regierungen, die Krieg, Unterdrückung, Gewalt und Folter als Mittel der Politik und Instrumente zur Sicherung ihrer Macht einsetzen!“

Gemeinsam setzen wir uns ein für:

Ø Stopp aller Waffenlieferungen und Aufnahme von Friedensverhandlungen
Ø Statt Geld für Aufrüstung, Investitionen in Gesundheit, Bildung und für das Klima
Ø Die Unterzeichnung des UN-Atomwaffen-Verbotsvertrages sowie der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
Ø Die Wiederherstellung des Rechts auf Asyl sowie die Aufnahme von Menschen, die vor dem Kriegsdienst fliehen

Als Friedensbündnis Lüneburg rufen wir euch auf:
Kommt zur Friedenskundgebung am 1. September um 17 Uhr auf dem Marktplatz in Lüneburg!

Menschen aus dem nationalistischen und antidemokratischen Spektrum, die diskriminierende Botschaften und Menschenfeindlichkeit verbreiten, sind hier nicht willkommen.


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